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 Johann Karner

Johann Karner

Sonnenbergstra├če 23
7053 Hornstein

Mobiltelefon: 0699-19565338
E-Mail: yes@johannkarner.com
Webseite: www.johannkarner.com

 

Künstlerprofil von Johann Karner

Auf den Bildern Johann Karners schieben sich farbige Schichten, gekrümmte, runde, gebogene Emanationen in- und gegeneinander. Schwingende und ziehende Kurvaturen bilden Flächen und Umrisse. Die sich darin immer wieder manifestierende Form des Kreises, als mythologisches Symbol für Unendlichkeit, ist der Ausgangspunkt des Paradigmas dieser Bilder. Kreisrundes tritt in ein Wechselspiel mit den amorph-bewegten Formen, doch wenn man genauer hinsieht, erweisen sich die Kreise immer deutlicher als Quelle der formalen Prozesse.


Alle diese sich in scheinbar uneinschätzbar langsamer Bewegung entwickelnden Flächen kontrastieren in Farbe und in Intensität miteinander und erzeugen damit imaginäre Räume auf der Fläche des Bildes. Helle Grüntöne oder weiße und beige Farben treffen auf eigentümlich leuchtendes Blau und Violett in all ihren Abstufungen. In anderen Bildern bildet sich eine Skala zwischen warmen Weißtönen und orangen und roten Farben. Der innere und organische Zusammenhang all dieser Farben ergibt sich notwendig aus der Arbeitsmethode, in der sich die Farben, und zwar als reales Material, immer eine aus der anderen, wie in einer dialektisch-logischen Gedankenkette, immer weiter aus sich selbst heraus entwickeln. Die meisten dieser Farbflächen sind einheitlich, manchmal jedoch verrinnen mehrere Farben, schwimmen ineinander, oder ein dunkler Farbfaden in einer helleren Fläche zieht zarte Schlieren.


Die farbigen Zonen scheinen sich schneller oder langsamer auszudehnen, sich übereinander zu schieben oder einander abzudecken. Dem Betrachter bietet sich ein Blick in die schwer abschätzbare Tiefe des stummen Dramas der Farben.


Johann Karner hat für die Verwirklichung seiner Malerei seine eigene, ganz persönliche Methode entwickelt. Unter Verwendung synthetischer Harze in Kombination mit transparenten Farbträgern entstehen Materialien mit einer spezifischen Kombination von zeitlich begrenzter Fluidität, Viskosität, dem daraus resultierenden Fließverhalten und einer damit entstehenden eigentümlichen Oberflächenspannung. Daraus erwachsen die eigenwilligen Farbkontraste, die sie kennzeichnende glatte Oberfläche und das subtile Relief seiner Bilder. Der Eindruck des fast unmerklichen Fließens, die Ahnung von einer endgültigen Erstarrung in der Tiefe – sie erzeugen beim Betrachter eine Art von hintergründigem Antagonismus, das verwirrende Bewusstsein von einem nicht aufzulösenden Widerspruch.


„Around Infinity“, in der Umgebung der Unendlichkeit, so der Titel, den Johann Karner für eine Ausstellung seiner Arbeiten gefunden hat. Die Unendlichkeit als Idee war immer schon eine Provokation für den menschlichen Geist. Die Unendlichkeit des Empfindens, des Denkens und vielleicht auch vergeblicher menschlicher Bestrebungen war immer schon Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzungen. Bei Johann Karner öffnet sich zwischen ziehenden und schiebenden Farbkomplexen und sich suggestiv selbst entfaltenden Formen ein Blick in den anderen, ferneren Raum.

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