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DER KÜNSTLER ÜBER SICH:
„Man wird nicht im Verlaufe seines Lebens Künstler, sondern wird als solcher geboren. Danach beginnt eine notwendige Entwicklung, welche man auch mit künstlerischer Ausbildung anreichern kann. Diese beschränkt sich bei mir auf zwei Volkshochschul-Kurse (VHS Eisenstadt, Prof. Schenk, VHS Wr. Neustadt, Prof. Haas) sowie auf einen 2-jährigen Kurs am Humboldt-Fernlehrinstitut.
Im Wesentlichen handelt es sich bei mir somit um einen Autodidakten.
Was ist ein Bild? Im materiellen Sinne nichts weiter als ein sich aus Farbe und Farbträger zusammensetzender Gegenstand. Diese Erkenntnis ist banal und das Erkannte nicht wert, in den Rang der Philosophie erhoben zu werden. Genau dazu verstieg und versteigt sich aber die Abstrakte. Was sie hervorbringt sind Accessoires für Wandflächen oberhalb von Chefsesseln und Ehebetten. Was sie nicht hervorbringt, sind Aussagen. Dazu ist sie ihrer Natur nach nicht fähig. Dazu müsste sie tun, welches nicht zu tun sie sich rühmt: einer Farbschicht die Aufgabe einer Illusion des Gegenständlichen zu erteilen. Dies gilt ihren Erzeugern, Vertreibern und Konsumenten schlichtweg als dumm. Der „Weltgeist“ schafft abstrakt. Es sei ihm unbenommen. Zum Palmwedel aber haben andere zu greifen. Mir geht es um Inhalte, um Darstellung dessen was ist. Und dazu eignet sich eine von der Form „befreite“ Farbe ungefähr so, wie eine hakenlose Angel zum Fischfang. Ein Künstler hat sich der Welt zu stellen. Und die Welt ist eben nicht nur Farbe, sondern auch ein Ensemble an Gegenständen. Ein Verzicht auf deren Darstellung ist nichts weiter als eine Flucht aus der Realität. Man löst sich von den Dingen und produziert ein Ding mit dekorativer Wirkung. „Diese Farben, toll! Würde gut zu unseren Vorhängen passen, meinst du nicht auch, Schatz?“ Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht mir nicht um einen Grashalm für Grashalm-Realismus. Damit mögen sich Pedanten unterhalten. Worauf ich mit meiner Arbeit abziele, ist die Verdeutlichung sozialer Realität sowie das sie bedingende Wesen des Menschen, eines Menschen, welcher mit monströsem Glücksanspruch durch ein Dasein tappt, welches zu dessen Erfüllung so ganz und gar nicht geeignet ist. Als solcher ist er mir Motiv und als solchen setze ich ihn ins Bild. Für klatschbunten Trost bin ich nicht zu gewinnen.“