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Erwin Reisner

Raxbergen 13
8380 Jennersdorf

Telefon: +43 (0)3329-48411

 

Künstlerprofil von Erwin Reisner

1962-66 Kunstschule, Ortweinplatz, Graz
1967-71 Akademie der Bildenden Künste, Wien
1969 Goldende Fügermedaille
1970 Preis der Bundesländerversicherung
1971 Diplom, Meisterschulpreis
1989 Theodor Kery Stiftungspreis

Ausstellungen im Inland und Ausland

"Die zumindest statistisch erreichte Lebensmitte eines burgenländischen Künstlers gibt Anlass zu einer Retrospektive:
Erwin Reisner wurde in New York als Sohn ausgewanderter Burgenländer geboren und kehrte mit seinen Eltern als Vierzehnjähriger wieder ins Burgenland zurück. Seine künstlerische Ausbildung beginnt an der Grazer Kunstgewerbeschule. Am Ende seines Studiums an der Akademie für bildende Künste gibt es dann schon den ersten Preis, und danach arbeitet Erwin Reisner frei, neben verschiedenen Lehrverpflichtungen an burgenländischen Mittelschulen.
Reisner ist ein Künstler, der sich anfangs fleißig in vielfältigen, auch graphischen Techniken, ausdrückte, der sich aber zunehmend der klassischen Ölmalerei nähert. Der Zugang zu seinen widerborstigen, spröden, doch spannungsgeladenen Werken ist nicht immer leicht. Symbole für Kulturverluste, Orientierungslosigkeiten lassen viele Fragen offen.
Landschaften, Menschen und Gegenstände seiner unmittelbar studierten Umwelt bilden sein Subjekt. Artige Kompositionen, Anordnungen von Gegenständen und Personen werden in Form und Farbe entfremdet und beschäftigen dadurch den Betrachter umso mehr. Sie sind stets mit drahtigen Strichen dargestellt und erhalten dadurch die typischen Reisner-Formen. Wiederholte Übermalungen und ein sorgfältiger Umgang mit den Farben machen aus oft alltäglichen Situationen besondere Langzeitkonserven. Reisner erreicht "seine" Melancholie in den meisten Fällen ohne das "Wiener Schwarz", wie er es nennt. Seine Farbflächen können direkt miteinander kommunizieren.
Will man Erwin Reisner im gegenwärtigen Kunstgeschehen einordnen, so müssen schon seine, ebenfalls im Burgenland wohnhaften, national und international weitaus bekannteren Kollegen Attersee und Kocherscheidt zu einem Vergleich herhalten. Gewisse Parallelen zeigen Reisner nicht weniger wild, nicht weniger einfallsreich, nicht weniger wirklich als die genannten Insider. Er ist in der Wiener Szene und in den Kulturkalender österreichischen Tageszeitungen nur weniger präsent. Man wird ihn, wenn er gefällt, suchen müssen, in Jennersdorf."
(Peter Sattler, Rudersdorf)

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